Verhalten bei Gewalt und Aggression

Seien Sie vorausschauend!

Je früher Sie eine Gefahr erkennen, umso größer ist Ihre Chance, diese abzuwenden.

 

  • Lassen Sie sich in dunklen und einsamen Gegenden nicht auf ein Gespräch ein.
  • Gehen Sie Menschen, die auf Sie gefährlich wirken, bewusst aus dem Weg.
  • Wechseln Sie sofort die Straßenseite
  • Vermeiden Sie dunkle und menschenleere Wege. Wählen sie immer eine belebte und gut beleuchtete Straße.
  • Begeben Sie sich bei Gefahrensituationen möglichst in die Nähe anderer Menschen.
  • Gehen Sie zur nächsten gut beleuchteten Haustür und läuten Sie.
  • Benutzen Sie ihr Handy oder gehen Sie zur nächsten Telefonzelle und wählen Sie 110. Legen Sie nicht auf, bis Hilfe eintrifft.

 

Tun Sie etwas Unerwartetes

Bringen Sie den Täter mit unüblichem Verhalten aus seinem Konzept.

 

  • Ziehen Sie sich nicht ängstlich zurück und schweigen, sondern geben Sie sich selbstbewusst und zeigen Sie keine Angst.
  • Sprechen Sie andere Personen direkt an, von denen Sie Hilfe wünschen
  • Wenn Sie provoziert werden, dann schimpfen Sie nicht zurück, sondern gehen Sie einfach weiter, halten Sie nicht an.

 

Wecken Sie Aufmerksamkeit

  • Reden Sie die betreffende Person mit „Sie“ an! Damit machen Sie für Außenstehende deutlich, dass Sie von einer fremden Person belästigt werden und es nicht um eine private Beziehungskrise handelt. Bleiben Sie aber sachlich und provozieren Sie diese Person nicht.
  • Schreien Sie laut und machen Sie auf Ihre Lage aufmerksam
  • Fordern Sie von anderen Personen konkret Hilfe ein und sagen Sie, was getan werden soll.
  • Nutzen Sie so schnell wie möglich jede Chance zur Flucht

 

Helfen Sie, ohne sich selbst oder andere zu gefährden.

  • Alarmieren Sie sofort die Polizei und rufen Sie aus sicherer Entfernung in Richtung Täter: „Ich habe die Polizei gerufen!“
  • Anwesende Personen direkt ansprechen: „Komm, wir helfen jetzt gemeinsam!“
  • Verlassen Sie, wenn es möglich ist, mit dem Opfer den Ort
  • Schreien Sie laut, das verunsichert den Täter und erregt die Aufmerksamkeit

Hilfsmittel

  • Besuchen Sie Selbstverteidigungskurse. Ihre Polizei berät Sie gerne.
  • Tragen Sie immer ein Handy bei sich. So können Sie jederzeit im Notfall Hilfe holen.
  • Mit Abwehrsprays wie z.B. Pfefferspray oder CS-Gas können Sie den Angreifer bei einem Abstand von ca. 2m bis 5m wirkungsvoll außer Gefecht setzen indem Sie das Reizgas in die Augen sprühen.
  • Elektroschocker können den Angreifer durch Stromstöße zu Fall bringen.
  • Bei Taschenalarm oder Schrillalarm ertönt eine laute Sirene, dadurch werden andere Personen auf Sie aufmerksam, die Ihnen rechtzeitig helfen können.

Die genannten Verteidigungsmittel dienen lediglich zur Unterstützung der eigenen „Körperwaffen“.
Wichtig: Machen Sie sich mit den genannten Verteidigungsgmittel vertraut, damit Sie es auch im Notfall erfolgreich einsetzen können.

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